Tarifvertrag dehoga baden-württemberg 2018

by lobo August 4, 2020  

Die Meinungen der Tarifpartner über den so genannten Flexicurity-Ansatz gehen weit auseinander. Beide Parteien kritisieren maßnahmen der öffentlichen Ordnung an Ort und Stelle, die zunehmend vom Einfluss der Arbeitgeberorganisationen geprägt werden. Tarifverhandlungen haben zu verschiedenen Flexicurity-Bestimmungen geführt. Ergebnisse sind jedoch schwer zu erzielen, da Die Sicherheit bei den meisten Arbeitgeberorganisationen nicht auf der Tagesordnung steht. Soziale Probleme häufen sich im privaten Dienstleistungssektor, wo die Tarifverhandlungen am schwächsten sind. Die Gewerkschaften fordern daher mehr Regulierung, was von der Arbeitgeberseite abgelehnt wird. Im Jahr 2003 war der Tarifvertrag höher: Rund 39 % aller Betriebe, die 59 % der Beschäftigten beschäftigten, waren an eine Branchenvereinbarung gebunden. Wie im Jahr 2007 gab etwa ein weiteres Viertel der ungebundenen Betriebe (für die weitere 17 % der Beschäftigten befliegten) an, die Branchenvereinbarung als Richtschnur zu nutzen. Mehrere solcher Zünfte in der Kfz-Reparaturbranche haben bestehende Tarifverträge gekündigt und 2007 formell auf ihre Tarifkompetenz verzichtet. Damit ebneten sie den Weg für die Gründung neuer Arbeitgeberverbände (Tarifgemeinschaften) zur Übernahme von Tarifverhandlungen. In diesen Regionen können Arbeitgeber im Kfz-Reparatursektor künftig einer regionalen Zunft beitreten, ohne an Tarifverträge gebunden zu sein. In dieser Hinsicht sind die regionalen Zünfte in Westdeutschland dem Beispiel ihrer ostdeutschen Kollegen gefolgt. Diese hatten bereits Anfang 2005 ihre Tarifkompetenz abgetreten und eine neue Arbeitgeberorganisation gegründet (DE0803039I).

1. Der Unternehmerverband Deutsches Handwerk, UDH. Die UDH besteht aus 38 Gildenverbänden und 8 weiteren Berufsverbänden. Es sei darauf hingewiesen, dass die UDH eine Doppelmitgliedschaft im ZDH und BDA hat. In der ZDH-Struktur fungiert die UDH als Dachverband der genannten Verbände, die auch die Rolle der Arbeitgeberorganisationen bei tariflichen Tarifverhandlungen im Handwerk übernehmen. Obwohl ZDH/UDH nicht direkt an Tarifverhandlungen beteiligt sind, informieren sie ihre Mitglieder dennoch über Tariffragen und Entwicklungen, koordinieren ihre Interessen und initiieren den Erfahrungsaustausch. Ein gemeinsames Unternehmen von IG Metall und Gesamtmetall, dem Arbeitgeberverband der Elektro- und Metallindustrie, ist die Metallrente: 2001 gründeten IG Metall und Gesamtmetall ein Altersversorgungssystem (Metallrente), das von einem Beirat aus Tarifpartnern und externen Finanzexperten überwacht wird. Die Arbeitnehmer können bis zu 4 % ihres jährlichen Bruttolohns (maximal 2.400 Euro) beisteuern und zwischen drei Arten von Rentenversicherungssystemen wählen. Seit 2007 steht Metallrente Unternehmen offen, die nicht Mitglied von Gesamtmetall sind. Unternehmen der Textil- und Bekleidungsindustrie, der Stahlindustrie und der Holzschnitzerei haben sich gemeinsam metallrente zusammengeschlossen, nachdem die IG Metall Tarifverträge mit den jeweiligen Arbeitgeberverbänden abgeschlossen hat.

Das Problem hat eine starke geschlechtsspezifische Dimension, da die Arbeitsmarktpolitik die Beschäftigungsquote durch die Förderung von Teilzeitarbeit und Minijobs für Frauen erhöht hat und die Tarifverhandlungen im von Frauen dominierten Dienstleistungssektor am schwächsten sind. Heute arbeiten 46 % der erwerbstätigen Frauen in Teilzeit, während die Gesamtarbeitszeit der Frauen dem von 1990 entspricht. Betrachtet man die Lohnsätze in frauenberufen, so zahlt sich selbst die übliche Teilzeitarbeit nicht aus, um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten, und es ist auch kein ausreichendes Arbeitslosengeld und eine ausreichende Altersrente vorgesehen. Eine Politik, die einen schnellen Arbeitsplatzwechsel als Flexicurity-Ansatz erwägt, blendet die Auswirkungen auf den Einzelnen und die Gesellschaft aus. In Deutschland wird der Begriff “Flexicurity” selten auf öffentliche Ansätze angewandt. Die Meinungen der Tarifparteien gehen auseinander, was man als Flexicurity-Ansatz bezeichnen kann, aber beide sind wesentlich an der Umsetzung beteiligt (über Betriebsräte und Unternehmen, Tarifverhandlungen, Vertretung in Gremien der dualen Berufsausbildung und der Arbeitslosen-, Renten- und Krankenversicherung).


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